Langseestraße-Laufamholzstraße, Nürnberg

Bebauungsplan Nr. 4642 „Langseestraße“ mit Grünordnung 


Der Auftraggeber ist Grundstückseigentümer von noch unbebauten Grundstücken in Nürnberg zwischen Mögeldorf und Laufamholz. Für die Flächen besteht Baurecht für Gewerbegebiete, der Auftraggeber plant jedoch entsprechend der Nutzungen des Quartieres die Errichtung von Wohngebäuden mit untergeordneten Nicht-Wohnnutzungen. Für die Flurstücke wird ein Angebotsbebauungsplan aufgestellt. Da die Flächen dem planungsrechtlichen Innenbereich zuzuordnen sind bzw. bereits Baurecht besteht, wurde der Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren gem. § 13a BauGB aufgestellt. Gemäß den verwaltungsinternen Vorgaben der Stadt Nürnberg wurde ein den Bebauungsplan begleitender Umweltbericht (1. Fassung) erstellt.

Besondere Anforderungen ergeben sich aus dem Schallschutz, dem Biotopschutz, dem Trinkwasserschutzgebiet sowie der nachzuweisenden öffentlichen Grün- und Spielflächen.

Ein Zeitplan half allen Beteiligten, den Überblick im Verfahrensablauf zu behalten und die Zuständigkeiten der einzelnen Verfahrensschritte aufzuzeigen.

Neubaugebiet Höfles, Nürnberg

Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 4626 „Höfles Ost“ mit Grünordnung


Die Schultheiß Projektentwicklung GmbH ist an der Entwicklung einer im Flächennutzungsplan enthaltenen Wohnbaufläche interessiert. Sie tat daher bei der Stadt Nürnberg einen Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens gemäß § 12 Abs. 2 BauGB gestellt.
Dem Antrag wurde stattgegeben und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan im Regelverfahren aufgestellt.

Ziel der Planung ist die Baurechtschaffung für Doppelhäuser im Nürnberger Knoblauchsland. Parallel zum Bebauungsplan wurde ein Vorhaben- und Erschließungsplan erstellt sowie intensive Zuarbeit zum städtebaulichen Vertrag geleistet.

Schwerpunkte bei der Bebauungsplanerstellung waren die Versickerung des Niederschlagswassers auf eigenen Flächen, der Lärmschutz sowie der Nachweis öffentlicher Grün- und Spielflächen gemäß den Nürnberger Stadtratsbeschlüssen.

Stauf-Süd II, Neumarkt i. d. Oberpfalz

Bebauungsplan Nr. 145 „Gewerbegebiet Stauf – Süd II“ mit Umweltbericht und Umsetzung


Die Burgis GmbH plant eine neue Produktionsanlage mit zugehöriger Kartoffel-Akademie am Standort Neumarkt. Zur planungsrechtlichen Sicherung wurde der Bebauungsplan „Gewerbegebiet Stauf -Süd II“ aufgestellt. Neben den Gewerbeflächen für Burgis soll hier auch weiteren produzierenden Betriebe die Ansiedlung ermöglicht werden.
Besondere Anforderungen ergaben sich aus dem Schallschutz, dem benachbarten Landschaftsschutzgebiet, dem Artenschutz sowie der Anbindung an die vorhandenen Kreis- und Staatsstraßen und der internen Erschließung.
Im Flächennutzungsplan war die Fläche bereits als gewerbliche Baufläche enthalten, so dass der Bebauungsplan im Regelverfahren mit Umweltprüfung durchgeführt werden konnte.
Ein Zeitplan half allen Beteiligten, den Überblick im Verfahrensablauf zu behalten und die Zuständigkeiten der einzelnen Verfahrensschritte aufzuzeigen.

Diakoniewerk Martha Maria, Nürnberg

Bauleitplanung


Das Diakoniewerk Martha Maria hat an der Stadenstraße im Nordosten Nürnbergs einen großen Standort auf 15 ha mit vielfältigen Nutzungen: Krankenhaus, Altenwohnen und Altenpflege sowie Wohneinrichtungen der Diakonissen und Verwaltung des Diakoniewerkes. Der Standort soll ausgebaut und an die zukünftigen Bedarfe angepasst werden.

Dazu wurde eine Rahmenplanung erarbeitet, die sich unter anderem mit folgenden Punkten auseinandersetzt:
– Erweiterungsmöglichkeiten des Krankenhauses
– Erweiterungsmöglichkeiten für Altenwohnen und –pflege
– Neuordnung der Bestandsnutzungen
– Neukonzeption für den ruhenden Verkehr
– Neukonzeption der inneren Erschließung

Die Rahmenplanung bildete die Grundlage für den in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan, der ein Sondergebiet „Diakoniewerk“ festsetzt und die Entwicklungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Bereiche des Diakoniewerks am Standort Stadenstraße planungsrechtlich sichern soll.

Im Laufe der Bearbeitung des Planverfahrens hat man von einer Aus-
weisung von streng getrennten Nutzungsbereichen für Krankenhaus, Altenpflege und Altenwohnen sowie den speziellen Einrichtungen der Diakonissen Abstand genommen und sich dazu entschieden die Hauptnutzungen fast im gesamten Gebiet zuzulassen und nur für ganz spezielle Nutzungen die Situierung näher vorzugeben. Zu diesen speziellen Nutzungen gehören die Kindertagesstätte, das Parkhaus und die Gärtnerei. Sie werden in ihrem Bestand gesichert.
Fast alle Nutzungen des Diakoniewerks zeichnen sich durch eine hohe Schutzwürdigkeit aus, jedoch gibt es Unterschiede hinsichtlich der Lärmempfindlichkeit gegenüber Lärmimmissionen. Auch wenn das Nebeneinander von Nutzungen des Diakoniewerks und der gewerblichen Nutzung des Nordostparks schon lange existiert, galt es nun im Bebauungsplanverfahren darauf zu reagieren und entsprechende Festsetzungen zu treffen.

Folgende Aspekte waren zu bearbeiten:
– Immissionsschutz
– Artenschutz
– Naturschutzfachlicher Ausgleich
– Waldausgleich

Darüber hinaus wurde das Diakoniewerk bei der Ausarbeitung des städtebaulichen Vertrags unterstützt.

Bebauungsplan Altstadt, Neckarsteinach

Die Altstadt Neckarsteinachs war Sanierungsgebiet gem. BauGB. Mit der Sanierung wurden Sanierungsziele hinsichtlich Stadtbild, Wohnen, Nutzungen, Verkehr sowie Grün- und Freiflächen verfolgt und unter dem Einsatz von Fördermitteln, kommunalen Mitteln und privaten Geldern umgesetzt.

In den letzten Jahren gab es vermehrt Anfragen zur Ansiedlung von Spielhallen und Wettbüros. Aufgrund der äußeren Präsentation dieser Nutzungen, z.B. undurchsichtige beklebte Scheiben, und der in vielen anderen Städten beobachteten negativen Auswirkungen auf die Umgebung, soll die Zulässigkeit von Vergnügungsstätten, Bordellen und anderen speziellen Gewerbebetrieben in der Altstadt bauplanungsrechtlich geregelt werden.

Grundlage zur planungsrechtlichen Regelung bildet ein Vergnügungsstättenkonzept gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB. Zur Umsetzung des Vergnügungsstättenkonzeptes wurde der Bebauungsplan „Altstadt“ gemäß § 9 Abs. 2b BauGB aufgestellt sowie der der bestehende Bebauungsplan „Keltergärten“ geändert. Darüber hinaus wurden die bestehenden Bebauungspläne „Stadtgarten“ sowie „Neckarlauer“ zusammengeführt und ebenfalls den Planungszielen des Vergnügungsstättenkonzeptes angepasst.

Reichweinsiedlung, Nürnberg

Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ mit Umweltbericht und Umsetzung


Für das Planungsgebiet wurde im Auftrag der Schultheiß Projektentwicklung GmbH ein Vorhabensbezogener Bebauungsplan nach § 12 BauGB aufgestellt.
Dazu gehört die Erstellung eines Bebauungsplanes, eines Vorhaben- und Erschließungsplanes sowie eines städtebaulichen Vertrages (Durchführungsvertrag).
Die Verfahrensbegleitung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg, dem Stadtplanungsamt.

Die Anfertigung einer saP eines Umweltberichtes mit naturschutzrechtlicher Eingriffsbilanzierung war ebenfalls Teil des Auftrages.
Nach der Nutzungsaufgabe des ehemaligen Schulstandortes Reichweinschule sollten diese und angrenzende Grundstücke im Geltungsbereich einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Ziel der Planung war die planungsrechtliche Sicherung von 14 neuen Wohneinheiten und einem Bürogebäude (Geschäftssitz der Schultheiß Projektentwicklung GmbH) mit Parkhaus.
Im Rahmen des Verfahrens wurden Belange hinsichtlich Immissionsschutz, Verkehrsplanung, Freiraumplanung und Grünordnung, Orts- und Landschaftsbild, sowie Naturschutz beachtet und sachgerecht abgewogen.

Stadt Langenzenn

Bauleit- u. Umweltplanung für die Stadt Langenzenn


Seit 2004 wirken wir bei der Bauleitplanung der Stadt Langenzenn mit. Dies umfasst die Erarbeitung  von Ergänzungssatzungen, Bebauungsplänen im Regelverfahren oder im beschleunigten Verfahren §13, §13a BauGB, sowie der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes der Stadt Langenzenn (genehmigt 2011).

Durch die Bauleitplanung konnten verschiedene Nutzungen planungsrechtlich gesichert werden: Wohnbau- und Gewerbegebiete, Sondergebiete, Gemeinbedarf, Flächen für Sportanlagen sowie Standorte erneuerbarer Energien.

Verfahrensbegleitend werden, sofern erforderlich, Umweltprüfungen mit naturschutzrechtlicher Eingriffsregelung durchgeführt. Zur Umweltplanung gehört außerdem die Verwaltung des stadteigenen Ökokontos.

Städtebaulicher Ideenwettbewerb „Neue Mitte Thon“, Nürnberg

Neue Mitte Thon


Der Entwurf sieht eine städtebauliche Kante aus 4- bis 7-geschossigen Gebäuden entlang der Erlanger Straße vor, die zum einen den Straßenraum der Erlanger Straße begrenzt und den Blick leitet und zum anderen das dahinter liegende neue Stadtquartier vom Verkehrslärm abschirmt.

Den Auftakt bildet ein 12-geschossiger Turm als städtebaulicher Akzent, der den Eingang zum neuen Stadtquartier darstellt und an dessen Westseite sich der neue Stadtplatz befindet. In diesem Bereich werden die Wegebeziehungen aus dem neuen Quartier sowie die überörtlichen gebündelt.

Die nördliche Spange des Quartiers wird durch gewerbliche Bauten aus dem Bereich Einzelhandel, Dienstleistungen und Büronutzungen gebildet. Um den neuen Stadtplatz sollen publikumsaffine Nutzungen angesiedelt werden, die mit dem seitens der Stadt beabsichtigten Marktgeschehen zur Belebung und Nutzung des Platzes beitragen. Der Stadtplatz selber wird um ca. 1 m abgesenkt. Damit werden zum einen die Kanten des Platzes definiert, zum anderen wird eine Abschirmung gegen den Verkehrslärm von der Erlanger Straße erreicht.

In der mittleren Spange des neuen Quartiers sind im westlichen Bereich Dienstleistungsbetriebe und sonstige nicht störende Gewerbebetriebe vorgesehen, die auch Rücksicht auf das westlich angrenzende Wohngebiet nehmen müssen.

Die südliche Spange wird durch neue Wohnnutzungen, die Kita und, im Osten, Misch- und Gewerbenutzungen gebildet.
Die öffentliche Freifläche, deren Größe sich aufgrund der 112 Wohneinheiten ergibt, liegt zwischen dem neuen Quartier und den Kleingärten und besetzt einen ganzen Block. An diesem Quartierspark befindet sich die Kindertagesstätte mit ihren Freiflächen. Mit der Situierung der Freifläche an dieser Stelle können Teile des geschützten Biotops und des Baumbestandes erhalten werden.

Der Bereich der Wohnnutzung ist in vier Blöcke untergliedert, wobei drei davon mit 3- bis 4-geschossigem Wohnungsbau besetzt werden und ein Block mit einer Reihenhausbebauung.

An die beschriebene Wohnnutzung grenzt ein Block mit Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe (Büro) an.

Im Süden wird die Fläche für den möglichen Haltepunkt der Ringbahn freigehalten. Auch dieser Bereich wird definiert durch den Gebäuderiegel entlang der Erlanger Straße, der in diesem Bereich einen 7- geschossigen Kopfbau ausbildet.
Die Erschließung des Gebiets für den motorisierten Individualverkehr greift hauptsächlich auf die bestehenden Strukturen zurück, im Wohngebiet ist eine Blockranderschließung vorgesehen. Der Stadtplatz wird durch die Straße südlich des Platzes erschlossen, so dass hier keine Konflikte mit dem Kreuzungsbereich Forchheimer Straße / Erlanger Straße zu erwarten sind. Der ruhende Verkehr wird zum großen Teil in Tiefgaragen untergebracht.

Der neue Stadtplatz präsentiert sich als steinerner Platz, zu dem sich die umliegenden Gebäude öffnen. Der Platz wird von der Erlanger Straße abgerückt, dennoch in Richtung der Kreuzung geöffnet. Somit wird eine zentrale Lage mit Abschottung vom Verkehrslärm erzielt. Zusätzlich erfolgt eine Absenkung des Platzes um ca. 1 m gegenüber dem Straßenniveau.
Der Höhenversatz wird im Nordosten, im Bereich zum Übergang über die Erlanger Straße und zur Straßenbahnhaltestelle, mit einer großen Treppe überwunden. Auf dem oberen Niveau entsteht eine kleine Platzsituation: von hier wird der Büroturm erschlossen. Die Lobby orientiert sich zur Erlanger Straße hin. Der nördliche Platzrand wird durch eine Baumreihe aus Amberbäumen auf dem oberen Niveau begrenzt, unter den Bäumen laden Bänke zum Verweilen ein. Südlich davon befindet sich eine Rampe, die die barrierefreie Erschließung des Platzes ermöglicht.
Die südliche Platzkante wird durch 2 m tiefe Sitzstufen gebildet, die zum Teil begrünt werden. Die Rampe, die den Platz für Lieferfahrzeuge und Marktbeschicker erschließt, unterteilt diesen Bereich. In der Platzmitte wird durch einen Belagswechsel eine Fläche definiert, die für den Wochenmarktbetrieb dienen soll.
Um eine vielfältige Nutzung des Platzes zu ermöglichen und so den Platz als neue Fläche in der Stadt zu verankern und zum Beispiel den Hauptmarkt zu entlasten, wird auf eine feste Ausstattung des Platzes verzichtet und stattdessen mit mobilen Elementen gearbeitet. Feste Sitzelemente befinden sich unter den Straßenbäumen im Norden und auf den Sitzstufen im Süden des Platzes. So ist der Platz auch geeignet, einige „Großveranstaltungen“ aufzunehmen, wie zum Beispiel gewisse Sportveranstaltungen (Beach-Volleyball-Turnier) und so die Innenstadt zu entlasten.
Hierzu passt auch das Beleuchtungskonzept, das auf eine indirekte Beleuchtung setzt, aber auch die Sitzstufen und die Platzkante im Norden einbezieht. Für die Ergeschossnutzung des Gebäudes am westlichen Rand des Stadtplatzes sind kleinteilige Nutzungen vorgesehen, wie Bäckerei, Apotheke und Frisör, die auch durch das bereits bestehende Wohngebiet westlich des
Plangebiets genutzt werden können und deutlich zur Belebung des Stadtplatzes beitragen. Ein größeres Einzelhandelschäft, z.B. ein Lebensmittelvollsortimenter, ist im Block westlich der Platzrandbebauung vorgesehen und wird aufgrund der kurzen fußläufigen Entfernung auch mit dem Stadtplatz in Verbindung treten. Durch den Eingang an der Forchheimer Straße und damit zentraler Lage zwischen den Haltestellen und den neuen und bestehenden Wohngebieten werden kurze Wege für die Laufkundschaft ermöglicht. Durch einen möglichst hohen Anteil an begrünten Dächern und Versickerungsflächen kann die Regenwasserbewirtschaftung dezentral im Quartier erfolgen und ein positiven Beitrag zum Mikroklima geleistet werden.