Umsiedelung von Zauneidechsen

Eine in Nürnberg und auch in anderen Gebieten häufig anzutreffende Reptilienart ist die Zauneidechse (Lacerta agilis). Sie besiedelt halboffene Lebensräume mit einem Mosaik aus Sonn- und Versteckplätzen sowie lockerem Boden. Die streng geschützte Art fühlt sich daher z.B. auch auf innerstädtischen Brachflächen wohl, welche derzeit in der Metropolregion verstärkt für Bauprojekte herangezogen werden. Das Artenschutzrecht verbietet aber Beeinträchtigungen der Zauneidechse und ihrer Lebensräume. Im Rahmen von Bauvorhaben und Bauleitplanungen ist unser Büro in den letzten Jahren regelmäßig mit speziellen artenschutzrechtlichen Prüfungen (saP) betraut worden, um entsprechende Vermeidungs- und Ersatzmaßnahmen zu planen. Die Umsetzung der Bauvorhaben und der artenschutzrechtlichen Maßnahmen wird dann im Rahmen einer Umweltbaubegleitung durch unsere Fachkräfte betreut. In einigen Fällen können Populationen der Zauneidechse sogar auf den Bauflächen erhalten werden, oftmals verbleibt aber nur eine Umsiedlung. Bevor gebaut werden darf, muss die Zauneidechse dazu schonend von Hand abgefangen oder vergrämt werden. Anschließend wird sie in ihren neuen Lebensraum gebracht, der mit entsprechendem zeitlichem Vorlauf bereits zuvor hergestellt werden musste. Für den Bauherren bedeutet dies natürlich Mehrkosten, unter Umständen aber auch zeitliche Verzögerungen. Um einen optimalen Bauverlauf für alle Seiten (Natur und Investor) zu gewährleisten, stehen wir hierzu mit unseren Fachleuten aus dem Büro oder unserem Netzwerk zur Verfügung.

Aktuelles zum Thema Eidechsen:

Der Artikel „Die WBG Fürth engagiert sich für den Naturschutz bei Bauvorhaben“ wurde diesen Monat in der Mieterzeitung der WBG Fürth veröffentlicht. Den vollständigen Artikel können Sie unter folgendem Link als PDF-Datei einsehen:

Mieterzeitung_WBG_Fürth_2018-05_Ausgabe_37